Woche der Selbstreflexion: Mit Selbstzweifeln umgehen

Die Woche zog sich langsam hin, und ich kann gut nachvollziehen, dass es frustrierend ist, wenn man frei hat und sich dennoch nicht richtig entspannen kann. Es ist nicht nur die körperliche Verfassung, die mir im Weg steht, sondern oft auch diese quälenden Selbstzweifel. Du hast keinen Grund, dich so zu fühlen, denn alles läuft gut. Dennoch fühle ich, wie schwer es sein kann, die Energie zu finden, etwas zu unternehmen. Ich habe in dieser Woche bei meiner besten Freundin begonnen, ihre Wohnung zu renovieren. Das habe ich als positiven Schritt empfunden, da ich mich dabei wohlgefühlt habe und es mir einen echten Schub an Tatendrang gegeben hat.

Aber wenn es mal so ist, weiß ich auch, dass es genauso schnell wieder anders werden kann. Dieses Mal war es nicht die Psyche, sondern der alltägliche Ärger, der mich belastet hat. Unstimmigkeiten in der Firma, die ich unbedingt klären wollte. Nach einigen E-Mails und diversen Anrufen haben wir schließlich eine Lösung gefunden. Dennoch hat mich diese Situation so sehr beschäftigt, dass ich nicht gemerkt habe, wie es mir körperlich immer schlechter ging. Der Stress und meine wechselnde Stimmung haben dazu geführt, dass ich unbewusst wieder zu kratzen begann. Es ist schon erstaunlich, in welchen Zustand man geraten kann, wo man solche Dinge nicht mehr wahrnimmt, und sie ganz automatisiert geschehen. Doch sobald ich dies bei mir entdecke, beginnt eine kleine Reise. Ich nehme mir wieder Zeit zum Schreiben und für Spaziergänge, um meine Achtsamkeitsübungen zu praktizieren. Zuhause genieße ich bei einer Tasse Tee etwas Meditation, um zur Ruhe zu kommen.

Seit letzter Woche Freitag dürfen wir unsere neue Mitbewohnerin Lia bei uns willkommen heißen. Es ist verständlich, dass Zuhause ein ganz anderer Ort für sie ist als das Tierheim. In dieser Woche haben wir gemeinsam an unserer Bindung gearbeitet und versucht, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Wir verbrachten viel Zeit mit langen Spaziergängen, bei denen wir bemerkten, dass wir an der Sozialisierung von Lia arbeiten müssen. Wenn ein anderer Hund ihr zu nahe kommt, zeigt sie den Wunsch, sich mit ihm zu messen, unabhängig von dessen Größe. Doch wir entdecken auch, wie wissbegierig sie ist, wie sehr sie Nähe sucht, und wie viel Freude sie im Wasser hat – eine richtige Wasserratte! Zudem ist sie sehr territorial. Trotzdem ist das, was sie uns gibt, einfach wundervollen wir merken das es die richtige Entscheidung war sie zu uns zu holen.

Wenn ich euch nun sage das ich an diesen Beitrag nun über 10 Tage schreibe weil mir immer wider die Kraft fehlt und mir etwas dazwischen kommt.

Aber die Kunst besteht darin sich nicht unterkriegen zu lassen und immer wieder aufzustehen. Ich merke es auch an mir das meine Akkus leer sind das ich keine Lust mehr habe zu fotografieren oder etwas für mich zu tun. Eine große Stütze ist mir dann unsere Hündin Lea die mich dann mit ihrer Nase an stubst, mich mit ihren Braunen Augen anschaut und mir sagen möchte „gebe nicht auf. Ich bin bei dir“

Genau deswegen liebe ich Hunde. Sie merken sehr schnell das es einen nicht gut geht und stehen einen zur Seite. Aber auch meine Frau ist mir eine große Unterstützung in diesen Zeiten.

So ich möchte nun diesen Beitrag schließen da ich sonst Angst bekomme das er nimmer fertig wird. Diese „schwarzen Teufel“ machen mich nur fertig. Nun habe ich auch noch .eine sehr hartnäckige Blasenentzündung eingefangen was meiner Stimmung überhaupt nicht mag.

Ich werde mich nun erstmal in die Badewanne legen.

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